Berufsschulunterricht in der ewigen Stadt - Ein Projekt in Rom


Am Dienstag, 5. Juli 2005 machte sich die Klasse der Maurer, Fachstufe 1, im Rahmen eines Unterrichtsprojektes auf den Weg nach Rom. Das Projekt ergab sich aus der Idee, den Unterricht einmal aus dem Klassenraum nach außen zu verlegen. Laut Lehrplan sollen die Schüler in der nun folgenden Fachstufe 2 Verständnis für den sorgsamen Umgang mit erhaltenswerter Bausubstanz entwickeln und sich darüber hinaus über die Baustile und deren konstruktiven Besonderheiten informieren. So wurden zunächst die Stil- und Konstruktionsmerkmale der Architektur von der Antike bis in die Neuzeit in der Schule erarbeitet. Die erarbeiteten Konstruktionsmerkmale sollten nun in Rom besichtigt und erkannt werden. So machte sich die Klasse gemeinsam mit 2 Lehrern am Dienstag, 5. Juli 05, um 3 Uhr in der Frühe auf den Weg nach Hahn. Mit dem Flieger und herrlichem Wetter ging es dann nach Rom. Um 10 Uhr in der Stadt angelangt, besichtigte die Gruppe zunächst die Kirche San Giovanni in Laterano und bewunderten außen die Fassade aus dem 18. Jahrhundert mit Stilelementen der Antike und anschließend den barocken Innenraum. Zu Fuß ging es weiter zur Kirche San Clemente. Der barocke Innenraum war leider durch Einrüstung nicht ganz erfassbar, aber das Apsismosaik aus dem 12. Jahrhundert begeisterte die Schüler. Dann ging es in der Kirche nach unten zunächst zur ausgegrabenen Unterkirche aus dem 4. Jahrhundert und dann weiter über Treppen zu Bauten aus dem 1. Jahrhundert und einem Mithraeum aus dem 3. Jahrhundert. Zu Fuß ging es weiter zum Kolosseum. Dieses ovale Amphitheater mit Achsmaßen von 188 m bzw. 156 m und einer Höhe von 57 m begeisterte durch seine Bogenarchitektur aus dem 1. Jahrhundert. Mit dem Stadtbus ging es dann zum Vatikan. Der von Bernini gestaltete barocke Petersplatz, die von Michelangelo in der Zeit der Renaissance fertig gestellte Kuppel und die größte christliche Kirche (Petersdom) waren die weiteren Programmpunkte. Danach ging es zu Fuß weiter zur Piazza Navona. Durch die Gassen der Altstadt führte der Weg zum antiken Bauwerk Pantheon, dessen Kuppel aus dem so genannten ‚opus caementicium,’ einem betonartigem Gussmörtel, hergestellt wurde. Der Trevi-Brunnen und die Spanische Treppe bildeten den Abschluss des Projekttages. Um 19 Uhr ging es dann wieder zurück zum Flughafen. Ein ruhiger Flug endete um 23 Uhr 45 in Hahn. Gegen 2.30 Uhr in der Nacht war die Gruppe dann wieder zurück in Saarbrücken. Neben den fachlichen Erkenntnissen werden durch eine solche Exkursion sowohl sozialkundliche Themen (Reisen und Leben in der EU) vertieft als auch das pädagogische Ziel der Identifikation mit dem Beruf und seiner Tradition und Geschichte verwirklicht.

Anflug auf Rom

 

San Giovanni in Laterano

 

Auf dem Petersplatz in Rom

 

Mithraeum unter San Clemente

 

Pantheon

 

Kolosseum

 

Trevibrunnen

 

Spanische Treppe